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BVR - SpVgg. Erle 5:0 (3:0)

Mit dem Heimspiel gegen die SpVgg. Erle 19 meldete sich auch die letzte der vier Rentforter Mannschaften im Ligabetrieb zurück.

 

Trotz einer holprigen Vorbereitung (coronabedingte Testspielabsagen und Trainerwechsel) und den heutigen Ausfällen von Kapitän Julian Steinhaus, Keeper Martin Kyas, Lars Wulfert, Alexander Deucker, Tobias Stukator und Robin Slawinski, feierte der neue Cheftrainer Daniel Thiele seine Premiere vor über 100 nichtzahlenden Zuschauern an der Hegestraße.

 

Alles andere als holprig war der Pass von Jan Trampe auf Rentforts Torjäger Dominik Stukator in der 5. Spielminute.

 

Schneller als der Gegenspieler, schneller am Ball als der Torhüter, aber doch zu langsam um dem Keeper auszuweichen und so tacklete ihn der Schlussmann im Strafraum. Touchdown Stukator.

 

Den fälligen Elfmeter verwandelte Nico Haufe souverän und beendete kurze Zeit später seinen Arbeitstag. Neben dem chronisch lädierten Defensivmuskel im hinteren Oberschenkel, streikte auch der restliche Teil seines Arbeitsmaterials. Das erfreuliche daran war zumindest die Einwechselung von Dominik Roes, der nach viermonatiger Verletzungspause ein solides Comeback feierte.

 

Mit der Führung im Rücken und vielen Spielanteilen, dauerte es jedoch bis zur 35.  Minute, ehe erneut etwas Zählbares für die Gastgeber heraussprang.

 

Jan Trampe spitzelte in Quarterbackmanier den Ball durch die letzte Verteidigungslinie der Gelsenkirchener auf den eingelaufenen Dominik Stukator, der das Spielgerät aus 5 Metern flach ins Toreck schob.

 

Nur drei Minuten später setzte Rentforts Linksaußen Jesse Hajder zum Sprint Richtung gegnerischer Grundlinie an und zauberte die bananigste Bananenflanke seit Manni Kaltz auf den Kopf des Rentforter Mittelstürmers, der sich mit dem 3:0 Pausenstand bedankte. Stukator jetzt Doppelpacker, Hajder jetzt Chiquita Markenbotschafter.

 

Die zweite Spielhälfte startete wie die erste endete.

 

Es ist nicht übermittelt wie intensiv Rentforts Goalgetter die derzeitige Winterolympiade in Peking verfolgt, jedoch hat er wohl insbesondere beim Riesenslalom gut aufgepasst.

 

Nach Querpass von Hajder auf Stukator, 20 Meter vor dem Erler Gehäuse, setzte Rentforts Nummer 10 zum Slalomlauf an, umkurvte drei Gegenspieler, schob überlegt zum 4:0 ein (51.) und setzte sich mit dem Hattrick gleichzeitig an die Spitze der Torjägerliste.

 

Im weiteren Spielverlauf verflachte das Spiel zusehends, so dass wir an dieser Stelle Torhüter Justin Kirstein erwähnen wollen, damit auch er erwähnt wird.

 

Der Position-Prostituierte Kasper Gorzelany, der das Spiel als Rechtsverteidiger begann, im weiteren Verlauf im zentralen Mittelfeld seine Pirouetten drehte, fand sich in Minute 68. auf der Bank wieder. Ihn ersetzte Paul Nachtigal. Nicht ganz so elegant und grazil wie der Singvogel, unterstützte Paul fortan Pascal „Paco“ Hingst auf der Doppel-Sechs.

 

Paco, der Ackergaul in Rentforts Zentrale, hätte eigentlich einen anderen Vokal in seinem Nachnamen verdient.

 

Über die gesamte Spielzeit war der Zweikampf-Virtuose überall auf dem Spielfeld unterwegs und belohnte seine starke Leistung mit dem 5:0 in Minute 84.

 

Linksverteidiger Mirko Hülskemper, der den zweiten Platz im Jason Statham Look-a-like Wettbewerb gewann, transported den Ball mit einer scharfen, flachen Flanke auf den mitgelaufenen Hingst, der nur noch den Fuß hinhalten musste.

 

Paco, der Deckhingst trifft zum ersten Mal für den BVR und machte damit seine Mannschaftsstuten glücklich.

 

Zuvor betraten noch Marvin Jorewitz und Phillip Potratz das Spielfeld. Letzterer schlägt sich seit Wochen mit einem beidseitigen Leistenbruch durch und rechtfertigte seinen Einsatz mit den Worten „mehr kann ja nicht kaputt gehen“.

 

Sein Leistungseinbruch war dann doch erkennbar als Jorewitz mit einer Flanke Potratz bediente und dieser freistehend den Ball nicht im Tor versenken konnte.

 

Die letzte Chance des Spiels gehörte Marvin Jorewitz. Der Mann, der mit seinem rechten Fuß eine Flasche Bier von der Spitze der Lambertikirche schießen kann, entschied sich aber 6 Meter vor dem Tor einen Querpass von Potratz mit dem linken Fuß am Kasten vorbeizuschieben und sein erstes Tor nicht zu erzielen. Jorewitz‘ nüchterner Kommentar nach dem vergebenen Hochkaräter: „Kein Geld für die erste Tor Kiste!“ Darum fordern wir ab sofort 25€ Mindestlohn für Marvin und freuen uns über den verdienten 5:0 Sieg und die drei Punkte.