Skip to main content

SV Vestia Disteln - BVR 6:3 (3:1)

Es gibt Arachnophobie (Angst vor Spinnen), Klaustrophobie (Angst vor engen Räumen) und in Rentfort den seltenen Fall von Vestiaphobie (Angst vor einem bestimmten Fußballverein aus Herten). -Wortspiele mit „Disteln“ verbieten wir uns an dieser Stellen wegen Unlustigkeit- Lustig war am Sonntag bei der bösen Niederlage nämlich nichts. Und so reiht sich die 6:3-Klatsche in die Niederlagenserie gegen den Angstgegner aus Disteln nahtlos ein.  Selbst wenn der Gastgeber klaustrophobische Spieler in seinen Reihen gehabt hätte, er hätte sich vor dem Rentforter Defensivverhalten nicht fürchten müssen. In bester Corona-Manier wurden 1,5m Abstand zum Gegenspieler gehalten (so schlecht wie das Spiel sind hier heute auch die Witze) und so kam es trotz der frühen Führung durch Dominik Stukator (9.) bereits zwei Minuten später zum Ausgleich.  Von nun an begann die Zeit von „hast du Sch…am Schuh, hast du Sch… am Schuh!“ oder halt am Kopp und so vergab Alex Deucker zwei mehr als aussichtsreiche Torchancen nach Eckbällen zum Ausgleich.  Zuvor konnte Disteln (21.) bereits das 2:1 erzielen. Ein nicht geahntes Foulspiel an Jesse Haijder empörte die Rentforter Elf so sehr, dass das Verteidigen eingestellt wurde.  Doof nur, dass Disteln das Angreifen nicht einstellte.  Noch doofer, dass Disteln nach dem zweiten vergebenen Deucker-Kopfball, im Gegenzug einen Eckball zum 3:1 versenkte (35.). Apropos Schmutz am Schuh; Kurz vor dem Pausentee spitzelte Rentforts Nummer 10 den Ball am heraus eilenden Keeper vorbei und lief auf das leere Tor zu, legte das Spielgerät, zur Verwunderung aller, jedoch links am Tor vorbei.   Und was lehrte uns Alex Deucker bereits? Richtig, aller guten vergebenen Torchancen sind zwei! Kurz nach Wiederanpfiff wurde Dominik Stukator im Strafraum gelegt. Der Gefoulte schoss, der Torwart hielt.  Stephen Kings Horror Story nahm weiter ihren Lauf.  Eckball Disteln, Ball zu kurz geklärt, Torschuss aus 23m an 38 Beinen und 19 Spielern im Strafraum und einem Torwart im Tor vorbei, ohne dass der Ball in irgendeiner Weise auch nur ansatzweise hätte abgelenkt werden können, fand er den Weg zum 4:1 (58.) ins Netz.  Das 5:1 in Minute 68 nehmen wir als Randnotiz zur Kenntnis und werden daraufhin Zeuge wie die Rentforter den Gang zur Schlachtbank plötzlich doch nicht so einfach hinnehmen wollten. Sie wachten auf wie Jigsaw und möchten jetzt endlich ein Spiel spielen. Und so wurden die Gladbecker mit dem sehenswerten Treffer aus der Drehung von Dominik Stukator zum 5:2 (76.) beseelt und mit dem 5:3 (82.) durch Julian Steinhaus vom Schiedsrichter beschenkt.  Für das menschliche Auge kaum wahrnehmbar, war der Ball wohl nicht mit ganzem Umfang hinter der Linie.   Der Schiri gibt es, der Schiri nimmt es.  In dem Fall gab er keinen Elfmeter als ein Hertener Spieler einen Hingst Schuss auf der Linie vermeintlich mit der Hand klärte.  Kurz darauf klärte ein Distelner erneut auf der Linie und den Gladbeckern lief allmählich die Zeit davon.  Mit der tickenden Uhr im Rücken führte Keeper Kirstein einen Einwurf auf Jesse Hajder aus, der den Ball in Richtung Strafraum prügeln wollte und symptomatisch zum gesamten Spiel, den Ball nicht richtig traf und den anlaufenden Gegenspieler abschoss. Dieser berappelte sich und konnte aus gut 34 Metern das Spielgerät zum 6:3 im leeren Tor unterbringen. (90.)  Trotz zahlreicher Chancen und eines kuriosen Spielverlaufs ging die Niederlage schlussendlich in Ordnung. Disteln war schlichtweg stacheliger.